Rechtsanwalt
FEDERICO TRAINE


Familienrecht

Vaterschaftsanfechtungen

Die aufgrund Ehe (§§ 1592 Nr. 1, 1593) oder Anerkennung (§ 1592 Nr. 2) bestehende Vaterschaft kann angefochten werden.

a. Private
Mutter, Kind oder Vater steht 2 Jahren ab Kenntnis des Umstandes, dass der rechtliche Vater nicht der leibliche Vater sein könnte, ein Anfechtungsrecht zu.

b. Behördliche Vaterschaftsanfechtung
Aber auch der Ausländerbehörde steht ein Anfechtungsrecht zu, wenn sie den Verdacht hat, dass die Vaterschaft anerkannt wurde, um einem der Betroffenen zu einem Aufenthalt zu verhelfen.

Darüber ob der Antrag begründet ist, entscheidet der Umstand, ob Sie bzw. der anerkennende Vater eine sozial-familiäre Lebensgemeinschaft zu Ihrem Kind pflegen (sog. soziale Vaterschaft). Sind hierzu keine Feststellungen von dem Gericht getroffen worden, verbietet sich grundsätzlich die Einholung eines Abstammungsgutachtens (DNA-Test).

Behördliche Vaterschaftsanfechtungsverfahren sind äußerst komplex. Es gilt auch gerade aufenthaltsrechtliche Auswirkungen mitzuberücksichtigen. So kann bspw. während eines laufenden Vaterschaftsanfechtungsverfahren kein Aufenthaltstitel erteilt oder verlängert werden.

Ich habe schon eine Vielzahl von privaten und behördlichen Vaterschaftsanfechtungsverfahren begleitet und bin mit den Auswirkungen auf den Aufenthalt der Betroffenen stark vertraut. Treten Sie an mich heran.